Vorsorge ist besser als Nachsorge 0

Im neuen Präventionsbericht sind die Investitionen der gesetzlichen Krankenkassen in Primärprävention und Gesundheitsförderung aufgeführt.

13.01.2021

2019 gaben die Krankenkassen rund 631 Millionen Euro für Prävention aus - deutlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Erreicht werden konnten damit rund 10,9 Millionen gesetzlich Versicherte. Im Fokus der Aktivitäten stand dabei insbesondere die Gesundheitsförderung in Lebenswelten, wie Schulen oder Kitas. Aber auch die Bedeutung der Kommunen bei der Förderung der Gesundheit ist mittlerweile bekannt und wurde entsprechend berücksichtigt. Das „GKV-Bündnis für Gesundheit“, ein Zusammenschluss mehrerer Kassen, unterstützt dazu besonders den kommunalen Strukturaufbau.

Der größte Anteil der Ausgaben - rund 240 Millionen Euro - entfielen allerdings auf die betriebliche Gesundheitsförderung. Circa 23.000 Betriebe profitierten von den Maßnahmen. 73 Millionen Euro wurden speziell für die Gesundheitsförderung in Einrichtungen des Gesundheitswesens bereitgestellt. Besonders die Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen wurde, nach Angaben der Kassen, ausgebaut und kam 110.767 Pflegebedürftigen zugute. Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhielten die Maßnahmen von den Pflegekassen.

Ein Novum des diesjährigen Präventionsberichtes ist ein Sonderteil zu Maßnahmen der Prävention in der Pflege. Positiv hervorgehoben wird dabei, dass diese meist verknüpft erfolgen und somit Pflegenden und Bewohnenden gleichermaßen zugutekommen.

Wichtig zu wissen ist, dass sich die Daten des Berichts 2020 auf das Jahr 2019 beziehen und damit die Präventionsaktivitäten vor der Corona-Pandemie abbilden.

Der vollständige Bericht kann hier nachgelesen werden.
Eine tabellarische Übersicht der Maßnahmen finden Sie hier.

Claudia Czernik / physio.de


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