Praxen für freie Mitarbeit finden

geschrieben von claudia820 
Kein Profil vorhanden mocca Mehr als 2000 Beiträge (3502)     Re: Praxen für freie Mitarbeit finden     13.6.19 16:25        
hallo tom1350,

super Kalkulation! Ich bin begeistert.
Bei deiner Rechnung gewinnt der PI sogar bei 90% Honoraranteil für uns FM. Es ist zwar eine rückwirkende Kürzung für die PIs. Aber die nach zu zahlenden Sozialabgaben können ja auch wieder abgesetzt werden.

Wie bist du denn auf 18,6% gekommen?

mfg mocca
Kein Profil vorhanden tom1350 Mehr als 2000 Beiträge (3128)     Re: Praxen für freie Mitarbeit finden     13.6.19 16:52        
Hallo mocca, die 18,6% ist der Beitragssatz zur DRV. Bei 90/10 würde der PI 6,74% Verlust machen, bei 80/20 noch 5,22% Gewinn und bei 60/40 28,84% Gewinn, nach Abzug der DRV Nachzahlung. Eine Vertretung über Zeitarbeit kostet etwa Faktor 2,5 mal 16€ - 18€ brutto.
Kein Profil vorhanden mocca Mehr als 2000 Beiträge (3502)     Re: Praxen für freie Mitarbeit finden     17.6.19 10:57        
hallo tom1350,

kann es sein, dass du Gewinn und Umsatz verwechselst?

Für den PI (und auch für uns) handelt sich um Eingänge vor Berücksichtigung von Kosten und Steuern.

Bist du dir sicher, dass nicht weitere Sozialkosten (z. B. Krankenkasse) vom Arbeitgeber rückwirkend geholt werden?

mfg mocca



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.6.19 11:04.
Kein Profil vorhanden S. Vogt Mehr als 100 Beiträge (227)     Re: Praxen für freie Mitarbeit finden     5.8.19 00:24        
Naja, naja, Claudia820, das ist aber sehr vorschnell und arg einfach gedacht. Ein wichtiger Punkt fehlt mir noch. Ich kann einem FM keine Anweisungen geben. Er oder sie können mir ratzfatz mit schlechter oder sogar fehlerhafter Arbeit oder schlechtem Benehmen in Verbindung zu meiner Praxis den langjährig erarbeiteten Ruf versauen, ohne dass ich eingreifen kann. Und das ist garnicht witzig.
Davon abgesehen, drücke ich als Praxis nicht nur den Stempel irgendwo drauf. Damit der Freie Mitarbeiter bei mir GKV abrechnen kann, muss ich zulassungsfähige Räume unterhalten. Das kostet und macht Arbeit. Nicht jeder FM schart ausschließlich Privatpatienten um sich und häufig findet doch die Akquise wenigstens anfangs über die Praxis statt.
Die Sache mit der Scheinselbständigkeit kommt ja noch obendrauf, wie oben beschrieben. Die Handlungs- und Entscheidungsfreiheit ist mit diversen Verpflichtungen, wie derjenigen selbstverständlichen Verantwortung für Rezeptinhalte und die Übernahme der Folgen von Fehlern, gekoppelt. Das ist aber das mindeste, wenn man sich als Freie MitarbeiterIn bezeichnen will.
Ich habe die FM meistens mehr so teenagerartig erlebt: ich will machen, was ich will und meine Taschengeld gebe ich auch aus, wie ich will, aber abspülen und Müll rausbringen und Belehrungen anhören is nich.
Es ist nicht immer die reine Freude und wenn meine Praxis auf dem Visitenkärtchen steht, dann sollte auch ein irgendwie geartetes Verhältnis zu dieser vorhanden sein. Ich würde mir das heute sehr überlegen, ob ich für die Mühen, die ich mit der Praxis habe, jemanden hole, der nur die Vorteile nutzt und mich sonst im Regen stehen lässt.
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