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SpÄZ: Muskelverletzungen OP-Indiktionen und Nachbehandlungen
Muskel-Sehnen-Verletzungen an Oberschenkel und Becken
Klassifikation, Operation, Rehabilitation
14.06.2018 • 0 Kommentare

Muskelverletzungen führen die Statistik bei Sportverletzungen an. Wie aber ist das übliche sportmedizinische Vorgehen bei schweren Muskel- und Sehnenläsionen am Oberschenkel und am Becken? In der Sportärztezeitung hat Dr. Stefan Hinterwimmer, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Partner der medizinischen Abteilung der Fußball-Profimannschaften des FC Ingolstadt 04, die Maßnahmen erläutert und im Folgenden zusammengefasst.

Bei allen Klassifikationen stellen die kompletten Muskel- und Sehnenabrisse die hochgradigste Läsion dar. Vor allem die britische Klassifikation beschreibt nach Nennung des betroffenen Muskels systematisch den Ort (proximal/zentral/distal) und die Art der Verletzung: a = myofaszial. b = muskulotendinös, c = intratendinös.

Indikationen für ein operatives Vorgehen an jeder Lokalisation sind z.B. Kompartmentsyndrome, die durch Frakturen entstanden sind oder massive raumfordernde Einblutungen in große Muskeln, die nicht punktiert werden können. Davon abgesehen gibt es lokalisationsabhängige OP-Indikationen wie folgt:
- Adduktor longus: Abriss vom Schambein mit einem Abstand von mehr als 2 cm Retraktion, also dem Zurückziehen der Sehne
- Rectus femoris: Abriss von beiden Insertionen (Caput longum von der Spina iliaca anterior inferior und Caput reflexum von der Area supraacetabulare) mit mehr als 2 cm Retraktion
- Bizeps + Semitendinosus (beide Muskeln haben eine gemeinsame sehnige Endstrecke) und Semimembranosus: Abriss vom Sitzbein mit mehr als 2 cm Retraktion
- Rupturen der intramuskulären Sehne von Rectus femoris oder Semimembranosus mit Dislokation (Ausrissverletzungen = die intramuskuläre Sehne reißt aus ihrer Verbindung mit den Muskelfasern heraus)

Diese Verletzungen könne auch unter bestimmten Umständen konservativ behandelt werden. Dabei werden die Hämatome punktiert, und in der Defektregion erfolgt eine narbige Verheilung. Unterstützt wird der Heilungsprozess durch die Gabe von Wachstumsfaktoren. Wachstumsfaktoren sind Proteine, welche die Zellproliferation und/oder die Differenzierung von Vorläuferzellen zu somatischen Zellen beeinflussen. Aus seiner Erfahrung berichtet Hinterwimmer, dass dadurch eine Ausheilung konservativ möglich ist, aber langsamer vonstattengeht und dann weniger belastbar ist als beim operativen Vorgehen.

Der Zeitpunkt der Operation sollte innerhalb der ersten zwei Wochen nach Verletzung stattfinden, dann ist die komplette anatomische Reposition am einfachsten möglich. Bei einem späteren Eingriff haben sich schon undifferenzierte Nebenstränge gebildet, die erst wieder gelöst werden müssen. Das Ziel ist eine spannungsarme Refixation. Auch das gelingt vor allem bei einem frühen Eingriff.

Es gibt drei verschiedene Operationstechniken, die zum Einsatz kommen:
- Ankerfixation: Mit Knochenanker direkt an der Sehneninsertion wird die Sehne mit Fäden herangezogen. Gängige Anwendung bei Rectus femoris und Ischiocrurale Gruppe.
- Transperiostale ankerfreie Refixation: Fixation direkt an der Knochenhaut. Funktioniert vor allem an den Adduktoren.
- Direkte Sehnennaht: Sehnenenden werden wieder in ihr Bett reponiert und dort End-zu-End vernäht. Anwendung findet diese Technik bei dislozierten Ausrissverletzungen der intramuskulären Sehnen.

Die Rehabilitation beginnt mit einer frühfunktionellen Nachbehandlung:
- Woche 1-2: Gehstützen und 20 kg Teilbelastung
- Woche 3-6: Vollbelastung ohne Gehstützen, schmerzfreie Kräftigung und volles Bewegungsausmaß
- Woche 7-12: forcierte Rehabilitation mit Lauftraining, Koordinationstraining und Beginn von sportartspezifischem Training

Hinterwimmer versucht eine Orthesenversorgung zu vermeiden, damit es zu weniger Spannung an den operierten Strukturen kommt. Der "Return to Play", also die Rückkehr des Sportlers zu seiner Sportart hängt nicht vom Ort der Verletzung ab! Im Durchschnitt braucht es drei bis fünf Monate bis zur Wettkampftauglichkeit. Beim Leistungssportler gibt es hierfür vier Säulen:
- subjektiver Eindruck des Athleten
- Untersuchungs-, Behandlungs- und Trainingseindrücke des Physiotherapeuten, Athletiktrainers und Arztes
- MRT mit Fokus auf die operierte Struktur und den anhängenden Muskel sowie die benachbarte agonistische Muskulatur
- Muskel-Funktionsdiagnostik mittels EMG unter Belastung im Seitenvergleich

Zusammenfassend hängt der Erfolg einer vollständigen Wiederherstellung der Funktion des Muskels und Sporttauglichkeit von der frühzeitigen Diagnostik, daraus resultierend einer möglichst spannungsarmen Refixation sowie einer differenzierten Nachbehandlung ab.

Ul.Ma. / physio.de

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